Neulich hatte Pucks Freund Geburtstag und auf dem Wunschzettel standen: Bastelsachen. Oha. Da ich selber, als absoluter Bastelnerd, nie an einem Kreativladen vorbeigehen kann ohne mit Tütenweise Glitzer herauszukommen, war das ein Wunschzettel ganz nach meinem Geschmack. Ursprünglich wollte ich eine alte Teebox vom Flohmarkt (ihr wisst schon, diese Holzkästen mit kleinen Fächern) mit diversen Kleinigkeiten füllen, aber dann suchte ich ein paar Kleinigkeiten zusammen… und eins führte zum anderen… und plötzlich passten die Sachen nicht mehr in die Dose, weil… irgendwie waren es plötzlich so viele…?

Ich brauchte einen größeren Kasten. Und Unterteilungen sollte er haben. Und irgendwie magisch sollte er sein. Am besten… am besten zum Aufklappen. Wie eine Zauberdose. Ich googelte und googelte und plötzlich verstand Google mich und zeigte mir, statt des gegoogelten “Teekasten” – einen NÄHkasten. Hurra! Ein Nähkasten! Genau, was ich gesucht hatte. Ich war nur nicht von allein drauf gekommen.

Der Rest ist eine Geschichte, die sich sehr einfach, und ohne viele Erklärungen, in Fotos zusammenfassen lässt. Falls ihr euch auch einen Bastelschatz zaubern wollt, braucht ihr dazu:

– Einen alten Nähkasten (gibt es oft sogar PRALL GEFÜLLT zu Schnäppchenpreisen auf Ebay Kleinanzeigen)
– Acrylfarbe
– buntes Papier, um kleine Schachteln zu basteln
– allerlei Kleinigkeiten zum Füllen, die ihr, wenn ihr gern bastelt, vermutlich sowieso zuhause habt.

Diese beiden schicken Kästen habe ich für jeweils 15 Euro gekauft. Den kleinen für mich, obwohl ich gar nicht wusste, dass ich einen Nähkasten brauche… aber er war SO HÜBSCH!

 

Der große kam prallvoll mit allen Möglichen Nähmaterialien. Hab ich Ahnung von Nähen? Kein bisschen. Hab ich mich gefreut wie blöde? Oh, you bet!

 

Ich mein.. wer braucht nicht 20 verschiedene Farben Stopfgarn heutzutage? Falls mal die Socken kaputtgehen, ihr wisst schon. (Müsste jetzt nur noch recherchieren wie stopfen funktioniert…)

 

Puck und ich haben direkt unsere Lieblingssachen (die, von denen wir erkennen konnten, um was es sich handelt…) in unseren neuen kleinen Nähkasten umsortiert und angefangen, lustig an einer alten, auseinandergeschnittenen Jeans herumzunähen. Das hat richtig Spaß gemacht 🙂

 

Für den großen Kasten habe ich alles, was ich noch an blauer Acrylfarbe da hatte, zusammengekippt und einfach fröhlich drauflos gepinselt. Und nein, ich habe den Kasten vorher nicht abgeschliffen. Es scheint alles ganz gut zu halten.

 

Tädäää! 🙂

 

Puck durfte in den Innenkasten mit Acrylstiften einen Spielplatz malen. Sieht man hier leider nicht so gut.

 

Auf der Außenfläche hab ich mich ausgetobt!

 

 


Dann haben wir aus hübschem Papier und nach YouTube Anleitung kleine Kästchen gebastelt. Natürlich erst, nachdem ich stundenlang krampfhaft versucht hatte, die Trenner aus dünnen kleinen Holzscheiben auszusägen und anzumalen, weil.. wär ja sonst zu einfach.

 

Die Füllung kommt zum Großteil aus meinem eigenen Bastelvorrat, Perlen hatte ich noch en Masse von unserer Piratenparty. Die kleinen Stempel sind von Hema, die Minnie Mouse Stifte hatte ein Kind aus der Nachbarschaft in eine Verschenkekiste gelegt und sie kamen uns sehr gelegen 🙂

 

In die andere Seite haben wir Glitzerbuchstaben vom Hema und ein paar Nähsachen getan. Der ganz untere Kasten wurde mit Origamipapier, einem kleinen Skizzenheft und schönem Bastelpapier bestückt.

Komplett ausgeklappt ist das Teil knapp 1,20 m lang und passt kaum aufs Foto.

May I present: The fertige Bastelschatz! (Puck hat grad eine Weltraumphase.)

 

Ps: Nix gesponsert, nix bezahlt. Bei Namen- oder Markennennung handelt es sich, laut aktueller Rechtslage, um unbeauftragte Werbung.