24 Dinge, die in Israel Kleinkindern UND ihren Eltern Spaß machen (Teil 4: Jerusalem)

///24 Dinge, die in Israel Kleinkindern UND ihren Eltern Spaß machen (Teil 4: Jerusalem)

24 Dinge, die in Israel Kleinkindern UND ihren Eltern Spaß machen (Teil 4: Jerusalem)

Aus dem Norden kommend, wo ihr euch hoffentlich schon mal präventiv ein bisschen erholt habt, nehme ich euch jetzt mit in den Trubel. Mitten rein in die vielleicht intensivste Stadt der Welt, wo drei große Religionen auf kleinstem Raum nebeneinander leben ohne zusammenzuleben. Wir schließen die Israel Reihe ab mit Jerusalem. Hier geht es zu den anderen drei Teilen:

  1. Das Berlin Israels: Tel Aviv mit Kindern
  2. Auf dem Weg in den Norden: Akko und Haifa mit Kindern
  3. Der Norden: Tiberias und die Galiläa Region mit Kindern

Und falls ihr noch unentschlossen sein solltet, sind hier Sieben gute Gründe für einen Israel Urlaub mit Kleinkind.

Nun aber Jerusalem. Ich hab mich heftig verliebt in Jerusalem.

Die Stadt ist laut und bunt und eng und jeder Stein hat eine religiöse Bedeutung. Und zwar nicht nur für eine Religion, sondern oft gleichzeitig im Christentum, im Judentum und im Islam. Für mich, in einer christlichen Kultur aufgewachsen und geprägt aber nie kirchlich erzogen, dafür mit einem mittelschweren Geschichtstick versehen, war Jerusalem ein absolutes Highlight.

Wir waren fünf Tage hier, das war für das erste mal eine gute Zeit. Drei Tage würde ich euch mindestens empfehlen, alles andere ist einfach zu kurz, denn die Stadt hat so unglaublich viel zu bieten. Hier habe ich schon mal einen extra kleinkindtauglichen Jerusalem Travelguide für drei Tage geschrieben (auf englisch), mit unseren Highlights und einer genauen Zeitplanung, in der ihr sie alle auch mit Kindern auf die Reihe kriegt. Dabei würde ich aber lügen wenn ich sage, dass alle Dinge davon unbedingt auch kleinen Kindern Spaß machen, denn zum Beispiel ins Yad Vashem (das Holocaust Museum) dürfen sie erstens nicht herein und es macht zweitens auch keinen Spaß. Nichtsdestotrotz solltet ihr unbedingt hin, wenn es sich für euch mit Kindern irgendwie einrichten lässt. Wir haben zum Beispiel jeder 90 Minuten draußen im Garten mit dem Kind verbracht, während der andere im Museum war. Ähnlich ist es mit den Shouks, die ich euch zwar auf jeden Fall empfehlen würde zu besuchen (ihr kommt auch gar nicht drum herum, denn wenn ihr in die Altstadt wollt, könnt ihr die Shouks kaum vermeiden), die aber mit Kind anstrengend sein können. Kinderwagen könnt ihr schon mal vergessen und ein Kleinkind mit in einen der vollen Läden voller bunter zerbrechlicher kleiner Dingelchen zu nehmen, ist auch nervenaufreibend. Dafür kann man sich an dem Geschirr auch mal kaputtshoppen und kommt, wenn man nicht aufpasst, mit einem kompletten neuen Essservice nach Hause. Äh, kann passieren.

Jerusalem mit Kindern - Klagemauer

Es gibt aber natürlich auch in Jerusalem Dinge, die sowohl kleinen Kindern als auch ihren Eltern Spaß machen. Ich habe mir acht herausgesucht, die sich zwischendurch gut als Ruhepol in einen anstrengenden Kulturtag einbauen lassen. An diesen Orten könnt ihr entweder die Kinder gut laufen lassen, gut essen oder in Ruhe ein wenig entspannen und euch dann mit neuer Kraft ins Getümmel schmeißen. Viel Spaß dabei! Ich hab beim Schreiben schon wieder das dicke Reisefieber gekriegt und will jetzt eigentlich am liebsten direkt wieder hin. Ist ja auch bald wieder Ostern… Apropos:

17. Gartengrab

Vor den Toren der Altstadt, vor dem Damaskustor um genau zu sein, liegt das Gartengrab. Im Gegensatz zur Grabeskirche, die relativ gesichert als der Ort der Kreuzigung und des Begräbnisses Jesu Christi gilt, ist das Gartengrab ein wenig touristischer, ruhiger und grüner Ort, eine kleine Oase direkt neben dem Trubel der Stadt. Selbst wenn man kaum etwas aus der Bibel kennt, um die Lebensgeschichte Jesus kommt man in unserer Kultur ja nun wirklich nicht herum. Noch dazu waren wir ja im März in Jerusalem, ein paar Wochen vor Ostern, also quasi ziemlich genau zur gleichen Zeit wie Jesus damals… kurz bevor er ein schweres Kreuz die Via Dolorosa herauftragen musste, an das er später genagelt wurde und starb. Und wenig später auferstand.

Ich muss zugeben, dass mich diese ganzen Bibelgeschichten, selbst die Geschichte um Jesus, nie besonders berührt haben. Wenn man etwas oft genug hört, von Babyalter an, verschwimmt die Bedeutung der Worte. Und da ich mich nie konfirmieren lassen habe, fiel bei mir auch der Konfirmandenunterricht flach und ich hatte nie einen Bezug zur Bibel. Aber Jerusalem hat das plötzlich geändert, denn man kann dort ja wirklich keine Gasse entlanglaufen ohne direkt an alle möglichen christlichen Eckpfeiler erinnert zu werden. Wir haben dann noch die Audiotour (man kann sich von der Stadt kostenlose Audiotouren herunterladen, die ich empfehlen kann) entlang der Via Dolorosa gemacht als wir vom Ölberg kamen und der Puck gerade auf Chris Rücken in der Manduca geschlafen hat und hatten damit die ganze Kreuzigungsgeschichte so präsent wie noch nie. Am nächsten Tag haben wir dann das Gartengrab besucht, das von vielen freien Christen als wahres Grab Jesus gesehen wird, und als ich dann in diesem Berg vor dem Grab stand, hat es ganz unerwartet klick gemacht und ich hab mich seitdem ein bisschen intensiver mit Jesus Leben beschäftigt. Cooler Typ, heftiger Rebell, der Mann.

Jerusalem mit Kindern - Gartengrab

Indeed.

Ich fand den Besuch hier also ziemlich bewegend, aber auch für den Puck war es toll, denn Kinder können hier endlich mal frei im Grünen herumlaufen.

Ein guter Ort um ein bisschen zu meditieren. Oder zu beten. Was immer euch hilft, zur Ruhe zu kommen. Das werdet ihr gebrauchen können, denn durch das Damaskustor geht es jetzt direkt rein in den Trubel, auf die Gemüsemärkte des arabischen Viertels, wo Gerüche, Geräusche und Geschmäcker auf euch einstürzen werden. Unbedingt den frischen Mais probieren, der dort in großen Pfannen gekocht und dann als Becher voller Maiskörner mit Butter, Salz und Paprika (und vermutlich ordentlich Geschmacksverstärker) für ein paar Cent überall angeboten wird.

18. Western Wall/ Die Klagemauer

Durch die bunten Märkte, die Shouks Jerusalems, kommt man zur Western Wall, der Klagemauer. Kein Jerusalem Besuch ist komplett ohne die Klagemauer besucht zu haben, denn sie ist ein Spiegel der Stadt. Sie ist die ursprüngliche Westmauer des zweiten Jerusalemer Tempels, an dessen Stelle auf dem Tempelberg heutzutage die Al-Aqsa-Moschee steht, in der es nur noch Muslimen erlaubt ist, zu beten. Die Al-Aqsa-Moschee macht Jerusalem zur drittheiligsten Stadt im Islam, die Klagemauer gehört im Judentum zu den wichtigsten religiösen Städten und so finden sich hier, wie in der ganzen Stadt, Judentum und Islam auf engster Fläche zusammen, räumlich nur minimal getrennt und doch völlig separat. Der Platz vor der Klagemauer ist rund um die Uhr kostenlos zugänglich, ihr müsst allerdings durch Sicherheitskontrollen gehen. Erwachsene können hier das religiöse Judentum mit allen Sinnen wahrnehmen, den Stimmen und Gebeten lauschen, die Menschen beobachten und, wenn ihnen danach ist, ihr Gebet auf einem Zettel mitbringen und in eine Ritze der Mauer stecken, so wie es auch viele Juden seit dem 18 Jahrhundert machen. Zweimal im Jahr werden alle Zettel aus der Mauer geholt und ungelesen auf dem jüdischen Friedhof begraben. Für Kinder ist es einfach ein großer Platz mit vielen Menschen, vielen Geräuschen und vielen Tauben. Also viel zu gucken, viel zu rennen und viel zu jagen. Ein Paradies quasi.

Macht es vielleicht nur nicht so, wie die Japaner die wir beobachtet haben. Wir waren an einem Freitag da, am Shabbat, wenn alle orthodoxen Juden Jerusalems sich zur Klagemauer aufmachen um dort sehr intensiv und hingebungsvoll zu beten. Ich könnte mir vorstellen, dass auch die größte Hingabe nicht darüber hinwegtröstet, von drei Seiten aus 20 cm Abstand im Dreißigsekundentakt fotografiert zu werden. Sowas ist übrigens nicht nur respektlos, sondern am Shabbat auch verboten.

Jerusalem mit Kindern - Klagemauer

Der Puck jagt Tauben. Auf der Liste der Kleinkindtravelhighlights mindestens in den Top drei.

19. Über den Dächern Jerusalems: Austrian hospice

Die beste Zeit um sich Richtung Österreicher Hospiz aufzumachen, der ältesten Pilgerherberge Jerusalems, ist kurz vor Sonnenuntergang. Dort sollt ihr euch allerdings nicht in das nette Gartencafé setzen und euch dort bei schlechter Sachertorte so verquatschen, dass ihr am Ende den Sonnenuntergang verpasst. Ich kenne so ein paar Hanseln, denen genau das passiert ist. Selber Schuld, wer bestellt auch in Israel Sachertorte. Pf. Hab ich Chris ja gleich gesagt. Der Kaffee ist aber gut.

Anyway! Geht also direkt zum Fahrstuhl und fahrt zur Dachterasse hoch, bezahlt da die paar Shekel Eintritt (ca. 1,50 Euro) und freut euch über die Aussicht. Wenn ihr es richtig getimed habt, werdet ihr nicht nur die goldene Kuppel, alle Kirchen und Minarette im besten Licht in 360 Grad Souroundview bestaunen können, sondern bekommt auch aus allen Minaretten gleichzeitig die abendlichen Gebetsaufrufe um die Ohren geweht, was ich sehr, sehr cool und atmosphärisch fand. Und als wir da waren, war es auch nicht voll oben, so dass für die Kids genug Platz zum Laufen und gucken ist. Besonders gut, wenn man unter einem Meter groß ist: Die Absperrungen sind aus durchsichtigem Plexiglas, so dass ausnahmsweise auch mal die ganz kleinen was sehen können, ohne auf Mama und Papa angewiesen zu sein.
Achtung, es kann windig dort oben sein. Mütze nicht vergessen.

Jerusalem mit Kindern - Dachterasse Austrian Hospiz

20. Cafe de paris

Es gibt ja sicherlich hunderte gute Frühstückscafés in Jerusalem (schon alleine weil das Israelische Frühstuck einfach großartig ist), also warum empfehle ich jetzt ausgerechnet eins, was relativ weit von der Altstadt entfernt mitten in einem Wohnviertel liegt und noch dazu nicht die szenischste Einrichtung aller Zeiten hat? Zwei Gründe. Erstens: Das Frühstück ist ECHT lecker und zwar nicht französisch wie der Name vermuten lassen würde, sondern astrein israelisch mit lauter kleinen Schalen und tausend kleinen Sachen zum Probieren. Zweitens und wichtiger: Es ist fußläufig zum Israel Museum, das ihr absolut und unbedingt in euren Jerusalem Trip mit Kindern einplanen solltet und das es gleich selbstverständlich nochmal extra auf die Liste geschafft hat. Ihr könnt natürlich auch irgendwo anders frühstücken gehen, aber es gibt noch einen dritten guten Grund für das Café de Paris, denn wenn ihr von dort die zwei Kilometer zu Fuß zum Museum lauft, kommt ihr direkt zum:

Jerusalem mit Kindern - Breakfast at Cafe de Paris Jerusalem

21. Sacher park

Der Sacher Park liegt direkt neben dem Israel Museum und ist für sich allein genommen nicht erwähnenswert. Aber in Kombination mit Frühstück im Café de Paris davor und dem Israel Museum danach habt ihr einen kompletten Jerusalem Tag geplant, der für Familien absolut perfekt ist. Wenn ihr nämlich für das Frühstück einen frühen Start anpeilt (das Café hat ab acht geöffnet), habt ihr danach noch genug Zeit, auf dem großen Spielplatz im Sacherpark vorbeizuschauen. (Es sei denn, ihr und eure kleinen Kinder wollen im Urlaub mal richtig ausschlafen… Muhahahahahaaa). Der Spielplatz ist nämlich, im Gegensatz zu den meisten anderen Spielplätzen in Israel, nicht mit Gummi unterlegt sondern mit Sand. Und ich finde das für kleine Kinder einfach so viel schöner. Außerdem gibt es dort eine beeindruckende Auswahl an Tunnelrutschen, diese Teile bei denen jedem Menschen über 23 sofort kotzübel wird, die eure älteren Kinder aber lieben werden.

Jerusalem mit Kindern - Dachterasse Austrian Hospize

Street Art in Jerusalem. Die Stadt ist voll davon, auch am Mahane Yehuda sind Abends wenn alles schließt die Rollläden ganz toll bemalt.

22. Israel Museum

Na jetzt aber. Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll das Israel Museum zu beschreiben, denn das Ding ist gigantisch groß. So groß, dass mehrere komplette Synagogen darin ausgestellt sind. Ich wäre im Kellergeschoss um ein Haar in einen Spiegel gerannt, weil ich zu verwirrt davon war, mich plötzlich in einem komplett ausgestatteten Rococo Saal aus dem Frankreich des 18. Jahrhundert wiederzufinden, um rechtzeitig zu schnallen, dass das Mädchen was mir entgegen kam, ich selbst war.

Es gibt stündlich super lohnenswerte kostenlose Führungen auf Englisch. Ich habe die über jüdische Kunst und Leben mitgemacht und war begeistert von dem Enthusiasmus unserer Führerin, die offensichtlich richtig verliebt in die Sammlung war und auch scheinbar keinem genauen Skript folgt, sondern je nach Laune unterschiedliche Dinge vorstellt. Chris war währenddessen mit dem Puck draußen im Garten und hat sich die Miniatur Replik von Jerusalem angeschaut, die dort großflächig aufgebaut ist. Das ist auch für Kinder spannend. Es gibt im Museum auch einen kompletten Jugendflügel, der aber eher etwas für größere Kinder ab drei Jahren ist. Im Hof gibt es einen kleinen Spielplatz und bei schönem Wetter eignet sich auch der Garten hervorragend zum Herumtoben.

Sehr schade ist, dass das Museum schon um 17 Uhr zumacht, denn man kann auch gut einen ganzen Tag hier verbringen. Denkt aber daran, euch etwas zu essen mitzubringen, denn es gibt nicht so viele Möglichkeiten, hier gutes Essen zu kaufen. Außer natürlich ihr kürzt den Nachmittag noch ein bisschen mehr ab und geht in das hervorragend bewertete Museumsrestaurant Modern, welches allerdings ebenfalls um fünf schließt. Das Essen sieht auf den Fotos fantastisch aus, wir wussten leider nichts davon und haben es deshalb auch nicht ausprobiert.

 

Jerusalem mit Kindern - vor dem Zion Gate

Im Israel Museum war ich so beschäftigt, dass ich vergessen hab Fotos zu machen. Aber guter Tipp: vor dem Zion Gate gibt es eine Mauer auf der es sich hervorragend Mittagspause machen lässt. Falaffel von einem der Stände kaufen und Touris beobachten, die da in großen Gruppen durchgeherdet werden.

23. Mahane Yehuda

Wir hatten ein Airbnb von einem Studentenpärchen gebucht, das direkt gegenüber vom Mahane Yehuda Markt wohnt, dem jüdischen Shuk. Deshalb haben wir hier all unsere Einkäufe erledigt und ein paar mal hat Abends, wenn der Puck schon geschlafen hat, schnell einer von uns hier Take-Away geholt (Shamburak vom Ishtabach. Geht da BITTE hin, wenn ihr in der Gegend seid, die Dinger sind saulecker!). Nach Feierabend verwandelt sich der überdachte Markt dann plötzlich in eine hippe Partymeile, mit Djs und Bars und allem drum und dran. Wir waren auch noch zu Purim hier, dem jüdischen Karnevalsfest und da findet die Party dann ein paar Tage lang kein Ende mehr. Ich wäre sooo gern Abends mal hierhin ausgegangen aber mit kleinen Kindern mussten wir uns leider mit dem begnügen, was tagsüber los ist. Das kann sich allerdings auch schon sehen lassen, und ich würde euch unbedingt empfehlen mal Morgens zum Frühstücken zu kommen und das bunte Treiben zu beobachten. Am besten an einem Freitag, wenn die ganzen jüdischen Anwohner für den Shabbat shoppen gehen. Es gibt über 250 Stände auf dem Markt, die von Früchten bis zur Kippah eigentlich alles verkaufen.

Jerusalem mit Kindern - Mahane Yehuda

Das damals 18 Monate alte Kind hat irgendwie ständig Nüsse geschenkt bekommen, die ich ihr dann wieder wegnehmen musste.

Mittlerweile ist es ja auf Reisen oft so, dass man durch die Globalisierung eigentlich alles irgendwie schon mal gesehen oder gegessen hat, zumindest wenn man sich im Flugumkreis von fünf Stunden bewegt. Und auch hier auf dem Markt erwarten euch keine völlig abgedrehten Sachen, die ihr noch nie gesehen habt. Es gibt aber mindestens eine Sache, von der ich relativ zuverlässig behaupten kann, dass ihr sie noch nie probiert habt, zumindest nicht in dieser Qualität und das sind:

24. Rugelach!!!

Ihr schlendert da also so über den Mahane Yehuda Markt, interessiert alles beäugend, von den vielen Farben und Formen fasziniert und nicht ahnend, dass ihr gleich BAAAAM! vom geilsten Geruch aller Zeiten von hinten angefallen werdet. WAS IST DAS? WAS RIECHT HIER SO? Es duftet nach Frischgebackenem aus dem Ofen, nach Schokolade, nach heißer, cremiger, dunkler Schokolade die in luftigem, aufgerolltem, warmem Teig langsam und schwer vor sich hinschmilzt. Es sieht aus wie ein kleines Schokoladencroissant und theoretisch ist es das auch, aber oh Gott es ist SO VIEL BESSER!
Rugelach (ich spreche hier nur von Schokoladenrugelach) sind ein traditionelles jüdisches Gebäck das oft zum Shabbat gekauft wird, sie sind gerade mal halb so groß wie meine Handfläche aber erstaunlich schwer. Und das ist kein Wunder, denn sie sind gefüllt mit Herrlichkeit. Jap. Man kauft die kleinen Teile direkt aus dem Ofen und am besten direkt im Dutzend. Oder gleich zwei Dutzend, denn wenn eure Kinder einmal probiert haben, kriegt ihr sonst nichts mehr ab. Vielleicht solltet ihr lieber gleich drei – is ja gut!

Sie kosten, im Verhältnis zum Geschmack, ungefähr gar nichts und auch objektiv nicht viel (so zwischen 30-60 Cent pro Stück wenn ich mich recht erinnere). Die berühmtesten auf dem Mahane Yehuda sind von der Marzipan Bakery, da waren wir allerdings nicht und ich kriege auch leider nicht mehr zusammen, wo wir unsere her hatten. Die waren nämlich, wir ihr vielleicht gemerkt habt, auch sehr gut aber ich kann im Internet den Namen der Bäckerei nicht herausfinden. Es war die Bäckerei im ersten Gang des Marktes. Wenn man aus Richtung der Stadt kommt, allerdings zu Fuß und nicht mit der Tram. Hach, keine Ahnung, am besten ihr probiert euch einfach durch. Es gibt da nämlich Qualitätsunterschiede! Wenn ihr die besten Rugelach gefunden habt, lasst ihr euch von der Bäckerei am besten direkt 5-10 Schokoladenbabkas als Mitbringsel für eure Freunde einpacken. Das sind quasi große Rugelach Kuchen, die man allerdings super einfrieren und wieder aufbacken kann und die sich auch auf ein paar Tagen Reise gut halten. Was man von Rugelach nicht behaupten kann, SONST HÄTTE ICH BESTIMMT SCHON IN BERLIN WELCHE GEFUNDEN! Ist ja nicht so, als hätten wir hier keine israelischen Cafés. Ist auch nicht so, dass ich nicht die ganze Stadt nach guten Rugelach durchkämmt habe. Keine Chance. Also nutzt die Gelegenheit und geht zum Mahane Yehuda Markt.

Ps: Bei Urlaubspiraten gibt es grad ein Israel Special und mit EasyJet günstige Flüge, 130 Euro hin und zurück. Für die Rugelach würd sich das fast schon für einen Kurztrip lohnen…

Jerusalem mit Kindern - Austrian Hospice

Von Rugelach hab ich auch kein Foto, ich Schaf. Ich will wieder hiiiiiin.

Zion Gate - 2 Wochen Israel mit Kleinkind

By | 2018-03-19T13:15:33+00:00 März 18th, 2018|Israel, Reise|0 Comments

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