Die schönsten Weihnachtsbücher für Kleinkinder (Unsere Lieblinge mit 2 Jahren)

///Die schönsten Weihnachtsbücher für Kleinkinder (Unsere Lieblinge mit 2 Jahren)

Die schönsten Weihnachtsbücher für Kleinkinder (Unsere Lieblinge mit 2 Jahren)

Schon das ganze Jahr habe ich auf dem Flohmarkt Weihnachtsbücher mitgenommen und sie mit diesem Vorfreudekribbeln das nach Plätzchen schmeckt in der großen Weihnachtskiste versteckt. An jedem der drei Adventswochenenden haben wir feierlich zwei oder drei davon ausgepackt. Auch für mich war die Spannung groß, da ich noch gar nicht einschätzen konnte, welche der Geschichten überhaupt schon spannend für mein zweijähriges Kind sein würden (sie ist jetzt 28,5 Monate alt). Die Geschichten sind nämlich alle verhältnismäßig lang. Aber sooo schön! Drei der gekauften Bücher sind relativ schnell wieder im Regal verschwunden, also hab ich am Ende auch noch drei Tipps für euch, welche Weihnachtsbücher noch nichts für Zweijährige sind (zumindest nicht bei uns). Aber erstmal hier unsere fünf absoluten Lieblinge, die wir jetzt auch immer und immer wieder gelesen haben (eigentlich jeden Abend mindestens zwei davon).

1. Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten

von Astrid Lindgren mit Bildern von Katrin Engelking

Diese Pippi Geschichte muss die Einzige sein, die ich selber noch nicht kannte (denn ich kannte sie alle! Auswendig! Und meine Mama musste mir trotzdem mindestens fünf Geschichten pro Abend vorlesen, jeden Abend.) Und das ich sie nicht kannte liegt daran, dass sie erst 2002 wieder aufgetaucht ist, als sie zufällig auf der Rückseite eines Ausschneidebogens im Astrid-Lindgren-Archiv in Stockholm entdeckt wurde. Jedenfalls ist Weihnachten in der kleinen Stadt und alle Lichter glänzen hinter den Fenstern und alle Kinder sind glücklich. Alle Kinder? Nein, hinter einem Fenster sitzen Pelle, Bosse und die kleine Inga deren Mutter ausgerechnet am heiligen Abend ins Krankenhaus musste. Sie haben keinen Baum, keine Geschenke und nichts gutes zu Essen und sind furchtbar traurig. Doch dann rappelt es auf der Treppe. „DAS IST PIPPIS PFERD!!“ kräht an dieser Stelle jedesmal mein Kind. Recht hat sie. Und am Ende wird das ein so lustiges Weihnachten, wie es die Kinder noch nie erlebt haben. Die Geschichte ist schön kurz zum Vorlesen und gleichzeitig so wunderwundervoll illustriert von Katrin Engelking, dass man noch lange über die Bilder reden kann. Unser klarer Favorit.

2. Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch

von Sven Nordqvist

Pettersson und Findus habe ich als Kind schon geliebt. Die Bücher sind liebevoll und clever und lustig und durch die Mucklas (die kleinen Fantasiewesen, die die Seiten bevölkern und die nur Findus sehen kann) gibt es immer etwas zu entdecken. Dieses ist das erste Findus Buch, welches wieder in unseren Haushalt eingezogen ist, denn eigentlich dachte ich, die Bücher sind noch ein bisschen lang für ein Kleinkind. Aber wir erzählen die Geschichte eher anhand der Bilder nach als sie wirklich vorzulesen und das klappt super. Allerdings fürchte ich, ich hab’s ein bisschen übertrieben mit dem „Aua Aua“ jammern als Pettersson sich den Fuß verstaucht, denn jedesmal wenn diese Stelle kommt, guckt der Puck ganz jämmerlich und blättert panisch eine Seite weiter. Es ist nämlich der Tag vor Heiligabend und Pettersson und Findus haben noch nichts für Weihnachten vorbereitet, weil es die ganze Zeit so bitterkalt war. Als es dann endlich etwas auftaut und sie in den Wald gehen um die Tanne zu holen, hat Pettersson einen Schlittenunfall. Oje. Er schafft es geradeso wieder nach Hause aber einen Baum haben sie immer noch nicht. Und zu essen haben sie auch nichts. Alles sieht danach aus, als würde das das traurigste Weihnachten werden, dass sie je erlebt haben und Findus stopft vor lauter Frust schon Mohrrüben in den Tannenbaumständer – aber dann kommen all die Nachbarn vorbei die gehört haben was passiert ist und sie alle bringen etwas zu essen mit. Und am Ende ist die Stube voll, die Bäuche voll (mit so lustigen skandinavischen Speisen wie Stockfisch) und für den Baum wurde auch noch eine Lösung gefunden, denn manchmal braucht man nur eine pfiffige Idee. Hach.

3. Der Weihnachtsmann hat Schnupfen

von Jutta Langreuther

„Na ist doch super, da lernen die Kinder gleich, dass man auch krank zur Arbeit geht!“ hat Chris nach dem Vorlesen gelästert. Ein bisschen Recht hat er damit wohl aber die Geschichte ist trotzdem süß und vor allem ein Riesenhit beim Puck. Neben den niedlichen Illustrationen macht mir vor allem das Vorlesen Spaß, denn es sprechen viele Tiere, denen man allen verschiedene Stimmen geben kann. Allen voran Rentier Kasimir, der macht sich nämlich Sorgen. Es ist eigentlich schon längst Zeit um den Schlitten anzuspannen und die Geschenke zu verteilen aber der Weihnachtsmann ist noch nicht aufgetaucht. Die Tiere gehen nachschauen und da liegt der arme Weihnachtsmann, hat einen dicken Kopf, eine verstopfte Nase und will eigentlich nur schlafen. Der Weihnachtsmann hat Schnupfen! Gemeinsam helfen alle Tiere mit, ihn wieder fit zu machen (die Kamille! Wo ist die Kamille?), während die Klugscheißereule daneben sitzt und alle paar Zeilen wiederholt, dass man mit einem Schnupfen ins Bett gehört! Am Ende ist der Weihnachtsabend (oder zumindest die Geschenke) gerettet und der Schnupfen ist auch weg. Und nächstes Jahr ist mein Kind dann auch alt genug, um die Eule als Running Gag wertzuschätzen. Nur einen Haken hat die Sache. Mein Kind, dass in diesem Jahr zum ersten mal vom Weihnachtsmann gehört hat, ist jetzt jedes mal wenn sie ein Bild von einem Weihnachtsmann sieht oder von ihm gesprochen wird überzeugt: „der hat Nupfen!!!

4. Heißa, bald ist Weihnachtstag!: Die schönsten Lieder, Geschichten, Gedichte und mehr

von Sascha Schwarz und Almud Kunert

Wir haben schon ein Liederbuch mit Illustrationen von Almud Kunert und deswegen habe ich gleich zugeschlagen, als ich dieses „Hausbuch“ entdeckt habe. Mit 192 Seiten ist es natürlich eher ein Blätterbuch als eine kurze Vorlesegeschichte aber der Puck findet das Buch trotzdem ganz toll. Altbekannte Lieder und Gedichte wechseln sich mit Rezepten und kleinen Geschichten ab und ich finde dass hier eine richtig gute Auswahl getroffen wurde. Namhafte Autoren und Dichter tragen jeweils ihr kleines Stück zum Weihnachtszauber bei und versehen mit den augenzwinkernden Illustrationen (die nicht nur charmant und witzig sind, sondern auch ihre eigene Geschichte erzählen) wird das Buch bei uns garantiert zum Klassiker lange über das Kleinkindalter hinaus. Ich bin übrigens erstaunt, dass das Buch auf Amazon noch gar keine Bewertungen hat (es ist von 2013) und nur 10 Euro kosten soll (auf unserer Ausgabe steht 24,90) aber umso besser für euch. Das ist echt ein Schnapper!

5. Mama Muh feiert Weihnachten

von Jujja Wieslander und Sven Nordqvist

Die Mama Muh Bücher sind zwar ebenfalls von Sven Nordqvist illustriert aber im Gegensatz zu Pettersson und Findus gab es sie in meiner Kindheit noch nicht. Deswegen war ich jetzt genauso begeistert wie mein Kind die chillige Kuh und die überdrehte Krähe kennenzulernen. Wir können die Geschichte weitestgehend vorlesen, nur manchmal wenn ich merke, dass die Aufmerksamkeit schweift, erzähle ich ein paar Seiten nach. Auch hier ist der Tag vor Heiligabend und die Kühe stehen voller Vorfreude im Stall. Nur Mama Muh hüpft herum, denn sie plant dem Bauern Schlagsahne zu schenken. Als sie aber ihrer besten Freundin der Krähe davon erzählt, wird die panisch, denn sie hatte vergessen, dass Morgen Weihnachten ist. Kurzum fliegt sie in ihr Nest und packt dort alles was nicht niet- und nagelfest ist, in Geschenkpapier ein. Sonst schenkt ihr ja schließlich keiner was! Am nächsten Tag taucht sie total aufgelöst wieder bei Mama Muh auf – denn vor lauter Aufregung konnte sie gestern Abend nicht abwarten und hatte gleich alle Geschenke wieder ausgepackt. Und jetzt ist ihr Heilabend schon vorbei und kommt erst in einem Jahr wieder und alles ist schrecklich und wuhuhuhäää (die Krähe ist etwas melodramatisch). Aber Mama Muh wäre nicht Mama Muh, wenn sie nicht eine Überraschung vorbereitet hätte! (Zu dieser Überraschung fahren sie übrigens mit dem Fahrrad. Für mein Kind, welches seit einigen Wochen einen Fahrradtick hat, ist das offensichtlich jedes mal wieder das Highlight der ganzen Geschichte. „Mama Kuh ist auf den Fahrrad! Und Kähe auch! Die fahren Fahrrad!“)

(Noch) nichts für uns:

wie gesagt haben wir die drei anderen Bücher erstmal wieder ins Regal gepackt. Zwei davon weil sie doch noch ein bisschen zu früh dran waren und eins weil es mich nervt.

Tomte Tummetott

von Astrid Lindgren

Tomte Tummetott ist im Gegensatz zu Lindgrens anderen Figuren in Deutschland relativ unbekannt. Ich kannte das Buch jedenfalls nicht und war deshalb schon ganz gespannt. Doch während ich verzaubert war von dem kleinen Wichtel der des Nachts auf dem verschneiten Hof herumläuft und den Tieren vom Frühling erzählt (die Atmosphäre und Erzählmelodie erinnern mich an mein absolutes Lieblingsbuch Ronja Räubertochter), verlangt mein Kind regelmäßig nach den ersten zwei Seiten ein anderes Buch. Liegt vielleicht an den ziemlich düsteren Zeichnungen die mir auch nicht so zusagen. Schade, wir probieren das im nächsten Jahr nochmal.

Der Stockmann

von Axel Scheffel und Julia Donaldson

Vom Traumduo das den Grüffelo erschaffen hat nehme ich mittlerweile direkt alles mit, was ich auf dem Flohmarkt finde. Während der Puck allerdings den Grüffelo, bzw vor allem das Grüffelokind heiß und innig liebt, haben wir den Stockmann nach ein paar Versuchen erstmal wieder ins Regal verbannt. War mir ganz Recht, denn die Geschichte ist zwar gewohnt pfiffig aber echt auch ganz schön düster. Und die Geschichte löst selbst bei mir Stress aus. Der arme Stockmann wird nur so durch die Seiten gehetzt, hat eigentlich keine schönen Erlebnisse und am Ende kann er -buchstäblich- erst dem Tode durch Erfrieren, dann einer Verbrennung bei lebendigem Leib nur ganz knapp entkommen.Die Zeichnungen sind sehr kleinteilig und im Gegensatz zum Grüffelo holpern die Reime hier in der Übersetzung. Hinterlässt jetzt nicht unbedingt ein wohliges Weihnachtsgefühl.

Der kleine Rabe Socke: Alles im Schuh

von Nele Most und Annet Rudolph

Unser erstes Rabe Socke Buch und evtl. auch das letzte. Die Illustrationen sind super niedlich aber die Geschichte hat mich irritiert. Vielleicht ist das der Grund, dass auch mein Kind das Buch nicht aktiv aus dem Regal holt. Es ist Nikolaus und alle Tiere stellen ihre Schuhe nach draußen. Außer Socke, der hat nämlich keine. Weil er so traurig ist, versichert ihm ein Freund (ohne den Grund zu kennen), dass ihm die anderen Tiere bestimmt gerne etwas leihen. Socke sackt daraufhin die Schuhe all seiner Freunde ein (von denen er annimmt, dass sie sie extra für ihn nach draußen gestellt haben) und somit bekommt er auch als Einziger etwas vom Nikolaus. Am nächsten Tag sind die anderen Tiere am Boden zerstört – der Nikolaus hat ihnen keine Süßigkeiten gebracht und außerdem sind ihre Schuhe weg! -, woraufhin Socke ihnen großmütig ein paar Winzigkeiten seines Geschenkbergs abgibt. Brav sein lohnt sich eben nicht!

Auch auf die Gefahr hin mich wie der letzte Spießer anzuhören – aber sollte es hier nicht irgendeine Form von Moral am Ende geben? Wahrscheinlich (hoffentlich) kann ein älteres Kind das implizierte Augenzwinkern schon verstehen aber für ein Kleinkind das gerade zum ersten Mal überhaupt das Konzept vom Nikolaustag gelernt hat, fand ich die Geschichte jetzt doch etwas fragwürdig.

By | 2017-12-21T21:20:22+00:00 Dezember 21st, 2017|Kinderbuch, Lesen|0 Comments

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